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QBAK2010 Tag 2 - Die Packliste

Um zu wissen ob eine Diät erfolgreich ist, muss man eine Basis, ein Ausgangsgewicht, bestimmen. Und was für eine menschliche Diät gilt, gilt natürlich ebenso für eine Ausrüstungsdiät. Möchte man das Gesamtgewicht seiner Ausrüstung verringern ist es wichtig die schweren Gegenstände zu kennen. Hier hilft eine gewöhnliche Küchenwaage mit der sich die Gewichte leicht erfassen lassen - übrigens: sprengt ein Gegenstand mal die Skala, ist er definitiv zu schwer :D

Was aber machen mit den ermittelten Werten? Notieren auf einem Blatt Papier ist sicher die einfachste Lösung, in eine Exceltabelle eintragen die sinnvollere. Als Initialmaßnahme ist es natürlich super zu wissen was die Ausrüstung wiegt, besser ist es allerdings zu wissen wie sich die Ausrüstung verändert! So kann man von Reise zu Reise oder von Einkaufstour zu Einkaufstour direkt sehen wie sich was verändert. Tara, fertig ist die Packliste...

Und unsere Packliste mit der erfassten Ausrüstung hat einen weiteren Vorteil, denn mit ihr lassen sich recht komfortabel die für eine Tour benötigten Ausrüstungsgegenstände zusammenstellen. Hat man nämlich alle Gegenstände korrekt gewogen und eingetragen, müssen für die Reise "nur noch" die benötigten Teile ausgewählt werden, und schon sehe ich was ich in der Wildnis durch die Gegend schleppen werde.

Ich will jetzt natürlich nicht sagen, dass ohne solch eine Packliste Reisen unmöglich sind, aber sie vereinfacht die Gepäckplanung doch extrem - finde ich.

Wie eine Packliste beispielsweise aussehen kann, kannst Du dir direkt hier auf "Q bloggt..." ansehen, denn schon seit meinen ersten UL-Touren versuche ich mich ausrüstungstechnisch zu verbessern. Eine Packlistenevolution, quasi. Man kann sehr gut sehen wie sich nicht nur das Gewicht, sondern auch die Menge der Gegenstände von Tour zu Tour verändert.

Viel Spaß beim Erstellen deiner eigenen Packliste!


Interessantes
Sherp-O-Mat, Der "Q bloggt..." Ausrüstungsplaner - Die neue Version kommt bald :D
Der Klassiker auf ausgeruestet.com - Auch für GoogletmDocs
GearList der outdoorseiten.net - Noch Beta, wird aber...
Geargrams - Läuft online, vermisse aber Funktionen
Und wer nicht mit einer Haushaltswaage umgehen kann, wird beim Hendrik fündig ;)

QBAK2010 Tag 1 - Aller Anfang ist schwer

Willkommen zum "Q bloggt..."-Adventskalender.

Draußen fällt der erste Schnee, die ersten Runden im winterlichen Draußen sind gedreht und Weihnachten steht vor der Tür. Es ist Adventskalenderzeit :D Aus diesem Anlaß versuche ich in 24, hoffentlich kurzweiligen, Episoden einen Einstieg in die Welt des leichteren Wanderns zu geben.
Ich hoffe euch gefällt dieser "Q bloggt..."-Adventskalenders (QBAK), und natürlich freue ich mich über Kommentare und Ergänzungen aller Art.

Der Anfang
Wie beginnt man einen Beitrag, in dem es um den Einstieg ins leichtere Wandern gehen soll? Vielleicht am besten so wie man (ich) ihn selber erlebt hat.

Ich war schon früh als Kind draußen unterwegs, und habe mich schon früh über viel zu schwere Rucksäcke geärgert. Vor ein paar Jahren hat es dann gereicht, und ich habe nach einer Lösung meines schwergewichtigen Problems gesucht - und gefunden: www.trekking-ultraleicht.de. Ein paar "Irre", die sich ihre Ausrüstung selber bauen und unter Planen in viel zu dünnen Schlafsäcken schlafen. Super, DAS hatte ich gesucht. Und das Beste: die Bekloppten hatten sogar ein Buch für Bekloppte :D:D:D (Ja, ich habe die Webseite VOR dem Buch gefunden)

Nach vielen on- und offline durchlesenen Nächten dann, war ich um drei Erfahrungen reicher:
1. Ich habe zuviel überflüssige Ausrüstung dabei
2. Ich habe zuviel ungenutzte Ausrüstung dabei
3. Ich habe zuviel unpraktische Ausrüstung dabei

Daraus folgte für mich Folgendes:
1. Überflüssiges weglassen
Natürlich hatte ich immer mindestens eine Garnitur Ersatzbekleidung dabei, natürlich aß ich immer mit Messer, Gabel und Löffel - das Essmesser natürlich zusätzlich zum Fahrtenmesser - und natürlich hatte man noch ein paar Schuhe abends fürs Camp dabei. Über diese und alle anderen Gegenstände wurde gründlich nachgedacht, ... und es wurde aussortiert. Resultat: die ersten Kilos waren weg!

2. Mehrfachnutzung
Viele Gegenstände die man im Gepäck hat, lassen sich auf unterschiedlichste Art und Weise nutzen. Bestes Beispiel ist wohl das Messer. Ich kann damit Essen, Pflaster und Nägel schneiden - zack... Essmesser, Schere aus dem Erste-Hilfe-Pack und Nagelschere ... weg! Und was mit dem Messer funktioniert, klappt auch mit vielen weiteren Gegenständen. Was spricht dagegen die Iso-Jacke auch im Schlafsack zu tragen und dafür eventuell einen leichteren Schlafsack mit auf Tour zu nehmen? Oder das Halstuch, welches auch als Mütze, Topflappen oder Stirnband dienen kann? Resultat hier: weitere Kilos sind wie von Zauberhand verschwunden!

3. Ausrüstung selber bauen
Was es nicht "in Leicht" gibt, muss eben selber gebaut werden. Die einfachste, und wohl auch erste, Übung für alle zukünftigen Leichtwanderer dürfte wohl der berühmte Dosenkocher sein. Statt des riesigen Benzinkochers oder des 1000 Gramm Trangiakochers (dessen Brenner selber noch etwa 50 Gramm wiegt), läßt sich aus zwei bis drei, je nach Typ des Kochers, leeren Getränkedosen in kurzer Zeit ein wirklich leichter, stabiler und leistungsstarker Dosenkocher bauen. Ähnliches gilt für Zelte, Rucksäcke, Bekleidung... Eigentlich läßt sich fast alles mit ein wenig Geschick selber bauen - und somit wirklich Gewicht sparen.
Und was sich nicht bauen läßt, bzw was man nicht bauen kann oder möchte, läßt sich mittlerweile in einer leichten Version kaufen.

Die Reihenfolge ist natürlich nicht festgelegt, aber so ungefähr war es bei mir. Erst habe ich Überflüssiges aussortiert, dann angefangen Dinge mehrfach zu nutzen und letztendlich wurde der verbliebene Rest durch leichtere Gegenstände ersetzt. ACHTUNG: Gearhead-Gefahr-Spirale :D

Natürlich macht es grundsätzlich Sinn die Gewichte seiner Ausrüstung zu kennen, dazu aber morgen am zweiten Tag des Adventskalenders mehr.


Interessantes
www.trekking-ultraleicht.de - Das Must-Read der deutschen UL-Szene
Trekking Ultraleicht - Das Buch
www.backpackinglight.com - Die US-Version von Trekking Ultraleicht

Vier sind dann mal wech - ab ins norwegische Jotunheimen im September 2010

In wenigen Tagen ist es soweit. Nach zwei wirklich stressigen Monaten habe ich mir Urlaub verdient, und der Knilch, die beiden berühmten M's und ich starten ins norwegische Jotunheimen. Neben hohen Bergen und tiefen Tälern, Temperaturen zwischen Sonnen- und Gefrierbrand sowie trinkwütigen Norwegern und gefräßigen Vielfraßen erwarten wir einfach eine tolle Tour in einem der schönsten nordeuropäischen Gebirge.

Für die Packlisten-Interessierten anbei die Packliste mit Stand: Abreise -4 Tage. Sie ist nicht in allen Punkten konsequent UL, aber meine Rondane-Tour letztes Jahr bleibt unvergessen und läßt einen mit Freude ein Quentchen mehr an kuscheliger Wärme und Sicherheit durchs Gebirge schleppen (wobei ich jetzt aber rund 7,5 Kilo im Rucksack inkl. Wasser und Lebensmittel für ne Woche im Gebirge bei den Temperaturen nicht zu viel finde). Im Detail diskutiere ich sie gerne nach der Tour, dann weiß ich nämlich was funktioniert hat und was nicht... ;)

Anregungen, Hinweise oder Fragen sind aber natürlich immer willkommen.

Für eine größere Ansicht einfach auf die Liste klicken

+++ OUTDOOR-LIVETICKER +++

Ein wirklicher Liveticker isses nicht, doch einen kurzen Eindruck von der friedrichshafener OutDoor 2010 möchte ich euch dennoch live AUS dem Pressezentrum der Messe geben.

Kurz: es gibt viel zu sehen! Die Messe glänzt auch dieses Jahr wieder mit diversen Neuheiten und interessanten Ausstellern. Das Spektrum reicht von Zelten aus Cuben, über ein wunderschönes leichtes Messer bis hin zu den leckersten Müsliriegeln aus England. Außerdem, und das ist dieses Jahr mein ganz persönliches Highlight, sind fast alle deutschen Outdoor-Blogger in Friedrichshafen.
Was ich allerdings bemängeln muss ist die fehlende Kreativität auf Seiten der Aussteller dieses Jahr - wirkliche Novitäten gibt es nämlich fast keine. Es ist zwar eine "Verjüngung" bei den Produkten zu sehen (bunter, hipper, sportlicher), aber eine besondere Innovationsfreude ist mir bisher nicht begegnet.

... Oh, so spät schon, ich muss los! Einen ausfürlichen Bericht (mit Bildern) gibt es dann nach der Messe. Seid gespannt :D

Meine Erfahrungen mit Flattr

Thematisch hats zwar nix mit ultraleichtem Wandern zu tun, doch ich schreib trotzdem etwas dazu...

Es ist erst ein paar Wochen her, da machte ein neues Micropayment-System die Runde: Flattr. Mit dem gewissen Web 2.0-Touch ausgestattet, incl. der obligatorischen Beta-Phase mit Einladung, verspricht Flattr über seine Gemeinschaft eine eventuelle Vergütung für Inhalts-Produzenten. Angebotene Einladungen über Twitter sind keine Seltenheit (obwohl auch eine Mail an die Betreiber ausreicht :D), und ist man erstmal angemeldet, geht auch die Integration in unterschiedlichste CMS- und Blogsysteme fast immer problemlos.

Soweit, so gut... Aber wie genau funktioniert Flattr eigentlich? Zuerst überweist man monatlich Geld an Flattr. Dieses Guthaben wird monatlich an alle Benutzer des Micropaymentsystems verteilt, deren Beiträge ich über Flattr honoriert habe. Den Hype mal außen vor gelassen, ist Flattr also ein Nehmen und Geben von Geld. Geld? Spätestens jetzt sollte der einem (dem deutschen) Steuersystem angehörende Leser hellhörig werden, denn für mich ergeben sich da gleich zwei Probleme.

1. Steuerliche Probleme mit Flattr
Da es sich um Einnahmen (und Ausgaben) handelt, müssen meine Flattr-Umsätze dem Finanzamt mitgeteilt werden. Mache ich das nicht kann es Probleme geben, immerhin ist meine Teilnahme an Flattr ja offensichtlich. Dieses gilt natürlich auch für die Teilnahme an (anderen) Werbesystemen, aus denen Einnahmen resultieren. Achso, das Impressum muss dann natürlich auch den Anforderungen eines kommerziellen Anbieters genügen!

2. Rechtliche Probleme mit Flattr
Verwende ich Inhalte (Texte, Bilder, Videos, Google-Services?, ...) von anderen Anbietern, müssen die Nutzungsrechte im Blick behalten werden. Immerhin wird mein Angebot dank Flattr kommerziell und vielfach wird die kommerzielle Nutzung untersagt oder obliegt speziellen Nutzungsrechten/Regeln.

Aus diesen Gründen fliegt Flattr bei "Q bloggt..." wieder raus. Ich mag zwar das Prinzip des einfachen Wertschätzens anderer Beiträge, doch die Nachteile von Flattr überwiegen für mich. Hinzu kommt, dass ich mein Blog führe weil es mir Spaß macht und nicht, um Geld damit zu verdienen. In Zukunft gibts also wieder Kommentare statt Klicks auf den Flattr-Button...

Nachtrag
Ein interessanter Artikel zu der Flattr-Problematik findet sich übrigens hier.

Genug geschleppt! - Leichter wandern mit dem Wandermagazin

Über eine Diskussion bei Trekking Ulraleicht bin ich auf einen Artikel im Wandermagazin aufmerksam geworden (Dank an Basti). Thema: Genug geschleppt! Dank Materialdiät leichter unterwegs.

In der Einleitung heißt es
Leicht ist gut! Diese Erkenntnis kommt uns spätestens dann, wenn wir mit viel Gewicht auf dem Buckel durch die Gegend ziehen, der Rücken schmerzt, die Füße brennen und die Puste weg bleibt. Da es den sich selbst tragenden Rucksack auf absehbare Zeit nicht geben wird, gibt es nur eines: Gewicht abspecken!

Wer sich also, trotz fast 200 Beiträgen auf "Q bloggt..." ;), noch ein wenig Theorie und Motivation erlesen möchte, dem sei ein Abstecher zum Wandermagazin wärmstens empfohlen. Der Beitrag ist zwar schon von 2006, hat aber an Aktualität nichts verloren. Tipp: den kompletten Magazinbeitrag gibts am Ende zum Herunterladen.

Viel Spaß beim Lesen und immer dran denken: Das größte Problem beim Packen ist Gedankenlosigkeit!

Mit 2382 Gramm in die Cevennen

Ich brüte gerade über der Packliste zur bevorstehenden Cevennen-Tour mit den beiden M's. Wenn man von Temperaturen zwischen 0 und 25 Grad sowie mäßigem Regen ausgeht, komme ich auf 2799, 2687 2382 Gramm an Ausrüstungsgewicht :)

Allerdings steht die Route noch nicht fest uuuund natürlich ergänze ich die Liste anhand der Wettervorhersage vor der Tour. Doch grundsätzlich schaut sie erstmal so aus...

Update
Regenschirm und Smock raus - OZ rein.

Update 2
OZ raus - Smock rein
Ersatzhemd raus - wenn gewaschen wird trage ich das Fleece
Neue Yokohama-Pants wiegt weniger :D
700er Topf gegen einen 600er getauscht

2799, 2687 2382 Gramm-Liste (für eine Großansicht einfach klicken)


Schlafen
Ich werde unter dem GoLite Poncho-Tarp schlafen und ja, mir reicht eine dünne Torsomat, denn ich gehöre zu den Glücklichen die so ziemlich überall schlafen können (die beiden M's können das aus der Rondane bestätigen) ;)

Kochen
Da ich lieber mit Gas koche, ist der Gnat mit dabei. Weiterhin setze ich auf einen 600 ml Topf, da ich nur Wasser fürs Freezerbag-Cooking warm machen muss. Zum ersten Mal gibts keine fertige Tütennahrung sondern Selbstgedörrtes (ich hoffe es bewährt sich)

Bekleidung
Sollte eigentlich so reichen. Ich friere selten - das Odlo-Shirt ist verflucht warm und in Kombi mit der Weste reicht es locker solange ich in Bewegung bleibe. Für Pausen und das Camp gibts nen leichten Fleecepulli und den Smock OZ-Pulli. Und falls sich das zZt. recht frische Wetter in Frankreich hält, wickel ich mich eben abends beim Chillen in den Schlafsack ein.

Kleinkram
Naja, die üblichen Gadgets halt. Allerdings nehme ich kein Mobiltelefon mit! Ich versuche mich gerade ein wenig vom Mobiltelefonzwang zu befreien und verzichte im Urlaub drauf (und für den Notfall haben sicher die M's eines dabei :D) Kartenmaterial fehlt komplett, doch sobald die Route feststeht kopiere ich mir die auf Papier...

Habe ich was vergessen? Kommentare oder Fragen? Nur zu...

Informatives zur Tarpnutzung...

... weiß BPL zu berichten. Die amerikanische UL-Plattform hat 121 Tarp-User zu ihrer Tarpnutzung befragt und dabei Interessantes herausgefunden. Da stellt sich die Frage: Stopfer, Falter oder Roller...?

10% Rabatt für den Gnat

Ich habe eben noch eine kurze Mail von Dustin bekommen. Er bietet allen Gnat-Interessierten 10% Rabatt an, wenn bei der Bestellung in US der Coupon-Code "Germany" angegeben wird. Das Porto beträgt USD 8.50. Dieses Angebot ist gültig, solange sich der Gnat noch nicht im Deutschland-Vertrieb befindet.

Also: Shop Shop Marsch Marsch... ;)

Q bloggt im neuen Gewand

Blogger hat einen neuen Layoutgenerator online und irgendwie habe ich beim Spielen damit das alte Layout überschrieben. Kann passieren - und da mir der grüne Anstrich recht gut gefallen hat, gibts "Q bloggt..." jetzt also in frühlingshaftem grün ("Wie war ich?" - "Öhhh, grün... unglaublich grün." - "Wie grün?" - "Kristallgrün, einfach grün, einfach unglaublich grün, einfach unglaublich frühlings-grün...") ;)

Nun meine Frage an euch: Wie gefällt euch die neue Farbgebung und die etwas andere Aufteilung im rechten Rand? Und wo wir gerade dabei sind, würde mich interessieren was ihr thematisch in Zukunft hier lesen möchtet. Mehr über Ausrüstung, mehr über Skills oder stimmt die Mischung jetzt schon?

Über hilfreiche Kommentare, positive und negative Kritik oder inspirierdende Anregungen freue ich mich wie immer sehr...

Q

P.S.: Und vergesst nicht oben rechts eure Stimme abzugeben... ;)

Katalog 2010 - Globi goes UL...

... oder zumindest UL light ;) Wenn der neue Katalog erscheint wirds ruhig im Abenteuerland. So auch bei mir - habe gerade mal ein wenig durch den 2010er Katalog geblättert und tatsächlich einige "Perlen" gefunden:

Rucksack: Lowe Alpine Zepton 50 XL
Diesen Rucksack gabs schon auf der Outdoor 2009 zu sehen, damals noch als HyperLite

46 Liter bei 1200 Gramm bgeistern zwar nicht wirklich, aber er kommt mit einer Art Tragesystem, und das mag durchaus seine Fans finden.

Auch der GoHeavy Pinnacle ist jetzt im Programm, aber der Rucksack als Solcher ist ja nix wirklich Neues.

Kocher: Soto Micro Stove - ein Gaskocher für Schraubkartuschen mit Piezozünder, 3200 Watt und 73 Gramm. Allerdings mit 83 Euro kein wirkliches Schnäppchen.

Messer: Spyderco Bug - 3,3 cm Klinge und Metallbody bei 12 Gramm und 10 Euro - Adé, Gerber LST ;)

Lebensmittel: Farmers Outdoor ist jett im Programm, aber die Jungs scheinen die Preise angezogen zu haben. Also wenn schon teuer, dann doch bitte Real! Zumal mich eh nur der Milchreis so richtig aus den Puschen gehauen hat...

Zelte: Vaude Power Lizard UL und GoHeavy Eden 1. Ersteres ist ja bekannt, und zweiteres wiegt bei Mesch-IZ aber sonst ähnlichem Prinzip runde 1600 Gramm. Weiter dabei natürlich die ShangriLa-Reihe.

Goodies: Einen langstieligen Titanlöffel von Esbit mit polierter Schaufel für 10 Gramm gibts, endlich hört das unangenehme Kratzen des Titans an den Zähnen beim Essen auf :D

Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk für mich sucht, mit dem Spyderco und dem Löffel macht ihr nix verkehrt ;)

BTW: in gut 12 Stunden gehts los, ich sollte langsam mal ans Packen denken...

Wintersetup: Bekleidung

Der Winter steht vor der Tür und es zieht mich nach draußen. Da stellt sich doch die Frage: was ziehe ich an (ich hab' ja nix :D)? Anders als im Sommer, wo unpassende Kleidung lediglich unangenehm ist, kann sie im Winter durchaus fatale Folgen haben. Ist die Isolation zu gering oder wird sie feucht, oder ist die Kleidung zu empfindlich und schon die geringste Belastung beeinträchtigt ihre Funktion, wirds frisch - und wie las ich auf ODS: Wer friert verliert!

Was also muss Bekleidung im Winter leisten? Sie muss...
  • Feuchtigkeit optimal vom Körper wegleiten
  • winddicht sein, um ein Auskühlen des Körpers durch Windchill zu verhindern
  • eine ausreichende Isoschicht bieten, die in Pausen und im Camp erweitert werden kann
  • die Extremitäten besonders schützen
  • ausreichend stabil sein

Bewährt hat sich auch hier das Zwiebelsystem, also der Kleidungsaufbau in Funktionsschichten:
  • 1. Schicht: Trockenhalten und Basiswärme
  • 2. Schicht: Vollwertige Isolationsschicht
  • 3. Schicht: Schutz vor äußeren Witterungseinflüssen

Ultraleichtes Winterwandern sieht also gar nicht so anders aus wie nichtultraleichtes Winterwandern, Gewicht läßt sich hier lediglich einsparen durch Multiple Use (also mehrfaches Verwenden der mitgenommenen Bekleidungsteile) sowie besonders leichte Bekleidung.

Mein Wintersetup für Temperaturen bis ca. -25 Grad sieht folgendermaßen aus:

1. Schicht
Oben: langärmliges Kunstfaserhemd, welches Feuchtigkeit gut weiterleitet; langärmliges Merinooberteil mit hohem Kragen und etwa 280 g/m2
Unten: 3/4 Merinoleggins mit etwa 180 g/m2
Kopf: optional eine dünne Merinosturmhaube
Hände: dünne Linerhandschuhe aus Merinowolle
Füße: leichte Merino-Kunstfaserliner; darüber VBL-Socken

2. Schicht
Oben: 100er Fleece mit hohem Kragen; optional eine Kunstfaserjacke
Unten: lange Merinoleggins mit 200 g/m2 und Kunstfaserinnenfutter (Woolpower Longjohn)
Kopf: windabweisende dicke Sturmhaube
Hände: winddichte dicke Fingerhandschuhe
Füße: dicke Merinosocken mit etwa 600 g/m2

3. Schicht
Oben: winddichter Softshellpulli oder eine Windjacke
Unten: winddichte Bergans Rask Pants
Kopf: dicke winddichte Mütze
Füße: gefütterte Winterstiefel und Garmaschen

4. Schicht für Pausen und Camp
Oben: eine wirklich dicke Daunenjacke
Unten: eine gefütterte Wärmehose
Hände: dicke gefütterte Fäustlinge

Wichtig ist, wichtige Bekleidungsteile redundant vorzuhalten. So gibt es keine Probleme, wenn unterwegs ein Paar Handschuhe verlorengeht oder die Mütze im Sturm davonfliegt. Auch habe ich für Nachts ein Paar dicke Wollsocken in 600er Qualität dabei - Daunenschuhe verrichten hier auch einen guten Job - sowie eine lange Fleecehose. In die Schuhe habe ich dicke Wollfilzsohlen eingelegt, die eventuelle Feuchtigkeit gut aufnehmen und eine gute Wärmeisolation gegen Bodenkälte bieten. Für die Augen trage ich eine Skibrille mit entsprechendem UV-Schutz.

Die einzelnen Schichten können natürlich, je nach Einsatzzweck, variiert werden - mal braucht man eine dicke Leggins, mal nicht, mal reicht ein Windbreaker, mal muss es etwas wärmeres sein.

Generell gilt: Daune ist bei besserer Isofähigkeit wesentlich leichter als Kunstfaser, allerdings auch empfindlicher. Leichte Materialien empfindlicher als schwerere. Viele "Garagenfirmen" sowie als auch Globalplayer bieten ein breites Angebot an Winterbekleidung an, aber auch im MYOG-Bereich ist einiges Möglich, wie unser Wintertreffen im Harz gezeigt hat.

Viel Spaß auf deiner Wintertour und denk' dran: wer friert verliert... ;)

Winterzeit, Bivyzeit...

Der Sectionhiker hat für alle, die über den Kauf eines Bivys nachdenken, eine interessante Liste diverser am Markt verfügbaren Bivysäcke ins Netz gestellt. Aber seht selbst...

Ergänzend hierzu übrigens ein etwas älterer Eintrag, sein Beginner's Guide to Bivy Sacks.

Der Winter kommt...

... und die Winterunerfahrenen unter uns werden sich sich irgendwie darauf vorbereiten wollen (wollen sie in Finnland nicht fröstelnd dastehen *uups*). Da passt es natürlich, dass der Sectionhiker ganz frisch dazu was gebloggt hat. Okay, die Kurse sind sicher nicht für jeden machbar ;) aber unten finden sich dann doch einige interessante Links.

Weiterhin gibts bei BPL.com ne Menge zum Thema.

Die Website der Grönland Transversale 2006 hält ebenfalls eine Menge an Informationen bereit - zumindest für alle, die es etwas knackiger mögen ;)

Auch unter den Reiseberichten bei ODS.net finden sich eine Menge brauchbarer Informationen mit hohem Praxisbezug. Einfach im Reiseberichteforum unter "Dieses Forum durchsuchen" das Stichwort "Winter" eingeben.

Wer lieber Papier in der Hand hat, dem sei das Buch "Winterwandern" von Rainer Höh ans Herz gelegt. Er vermittelt auf rund 160 Seiten solides Grundlagenwissen. Auch in "Trail Life" von Ray findet sich viel Winterwissen, allerdings werden das die Wenigsten im Schrank stehen haben (zumal Ray ja manchmal auch ein wenig speziell ist)

Q liest Ray Jardines "Trail Life"

Fast hätte ich es vergessen: Ray Jardines "Trail Life" kam heute an. DIE englischsprachige Bibel für ultraleichte Wanderer. Ray ist seit den 80ern recht leicht unterwegs - Antarktis, amerikanische Weitwanderwege oder rudernd übers Meer, über 25.000 Meilen Erfahrung "on the road" stecken in dem Buch.

Zurzeit habe ich leider recht wenig Zeit, aber zum Querlesen reichts wohl. Ein Review wird folgen.

Ein paar Eckdaten:
Umfang: über 400 farbige Seiten
Cover: Softcover
Kapitel: 54
Fotos: über 235 Farbabbildungen
Gewicht: 1024 Gramm

Kapitelübersicht:
- Welcome to Trail Life
- Nature tugs at the soul

PACKWEIGHT
- Myth of Heavy-Duty Gear
- Pack-Weight Evolution
- Slashing Packweight
- Safety of Light Hiking

EQUIPMENT
- Emphasis on Home-Made
- Backpack
- Tarp and Tent
- Quilt and Sleeping Bag
- Groundsheet and Pad
- Umbrella
- Remaining Gear

ESSENTIALS
- Clothing
- Footwear
- Food
- Water

WILDERNESS SKILLS
- Stealth Camping
- Campfire and Cook-Fire
- Knots for the Hiker
- Photography

HIKER'S WELL-BEING
- Hiking Enjoyment
- Hiking Place
- Phisical Conditioning
- Stretching
- Stress Injuries
- Foot Care
- Hygiene
- Personal Security
- First Aid Supplies
OVERCOMING OBSTACLES
- Avalanche of Adversity
- Rain
- Lightning
- Hot
- Cold
- Snow

TRAIL BIOLOGY
- Mosquitoes and Insects
- Ticks
- Poison Ivy and Oak
- Snakes
- Bears
- Cougars

LONG-DISTANCE HIKING
- Dreams into Goals
- Financing the Journey
- Partners
- Resupplies
- Supercharging Mileage
- Trail Shock

FURTHER INFO
- Jenny's Perspective
- Sewing Your Own Gear
- A Few Quotes
- The Book's History
- Author's Profile

Outdoor-Blogosphäre

Ich bin berühmt... naja, zumindest ein wenig wenn ich meinem Feed-Reader glauben darf. Zum einen stellt Ander von Trekking Blog das Buch Trekking Ultraleicht vor, welches er hier bei meiner kleinen Verlosung gewonnen hat - ebenso übrigens auch Marcel von ausgeruestet.com. Fehlt noch Hendrik von Hiking in Finland, aber ich denke mal es ist angekommen.

Zum anderen schreibt Sven vom Freiluft Blog etwas über mich. Er stellt u. A. in unregelmäßigen(?) Abständen Outdoor-Blogs vor, und so findet man jetzt auch Q bloggt neben dem Freak oder NRWStud. @Sven Natürlich stelle ich mich gerne etwas ausführlicher vor, was möchtest Du wissen? ;)

Jetzt machen wir noch einen kurzen Schwenk gen Finland, denn dort lebt und arbeitet Hendrik von Hiking in Finland. Hendrik hat in seinem Blog einen Artikel zum Thema Umwelt und Outdoorhersteller veröffentlicht, in dem er sich die Frage nach der Outdoorindustrie und den drei Rs "reduce, reuse and recycle" stellt. Aber lest selber...

Spiritus unterwegs

Mein bevorzugter Brennstoff unterwegs ist Spiritus. Er brennt sauber und sparsam im Dosenkocher, reicht aus um Wasser für Fertignahrung oder Nudeln/Polenta/Couscous zu erwärmen und nimmt im entsprechenden Behältnis wenig Platz weg. Pro Mahlzeit veranschlage ich etwa 15 ml, wobei die Menge wetterabhängig ist. Pro Tag müssen also 30 ml eingerechnet werden. Addiert man das Gewicht der Küche mit dem des Spiritus, bleibt man bei einer einwöchigen Tour bei unter 350 Gramm. Das dürfte auch mit leichten Gaskochern nicht zu schlagen sein.

Aber wie transportiert man den Spiritus am leichtesten? Früher wars einfach: Sigg-Flasche für Brennstoff gekauft, Spiritus rein, fertig. Achtet man aber aufs Gewicht, fällt diese Möglichkeit natürlich komplett raus. Wichtig ist für mich, dass sich der Behälter anpasst, also weniger Platz wegnimmt desto weniger Flüssigkeit er enthält, und einigermaßen stabil ist

Folgende Behälter haben sich bewährt


Von links nach rechts
Platypus: 500 ml => 0,38 Gramm pro 10 ml (0,25 Gramm bei 1000 ml)
Capri Sonne: 330 ml => 0,30 Gramm pro 10 ml
Schul Fit: 200 ml => 0,40 Gramm pro 10 ml
Fläschchen: 150 ml => 1,33 Gramm pro 10 ml

Die Trinkbeutel sind erstaunlich stabil. Ich trage sie am Rucksack in einer der Netztaschen und bisher hatte ich keinerlei Probleme damit. Bei geringen Temperaturen sollte man die Tagesration Spiritus "am Körper" tragen. Handwarm taugt er dann auch für winterlichere Touren.

Ab einer bestimten Tourenlänge lohnt sich allerdings der Umstieg auf Gas, welches einen deutlich besseren Heizwert gegenüber Spiritus aufweist. Bedingt durch das Gewicht des Kochers und der Kartusche muss man sich aber selber ausrechnen wann das ist. In dem Büchlein Trekking Ultraleicht kommt Stefan Dapprich, abhängig auch von der Wassermenge, auf eine Dauer von rund 14 Tagen - bis 14 Tage Spiritus, dadrüber Gas.

Trekking Ultraleicht - die Bibel in der dritten Auflage

Ultraleichtes Wandern - wie hat es bei euch begonnen? Mich hats erwischt als ich beim Buchhändler meines Vertrauens durch die Reiseliteraturregale schlenderte und über ein kleines Büchlein stolperte: Trekking Ultraleicht. Komischer Titel und inhaltlich voll daneben - schläft der Autor schließlich unter Ponchos und baut sich - welch Sakrileg, nutzt doch jeder Trangia - einen Spirituskocher selber. Mitgenommen, durchgelesen, abgespeckt, und... naja, das Ergebnis lest ihr ja gerade - wobei auch das zugehörige Forum trekking-ultraleicht.de nicht unerwähnt bleiben sollte.

Trekking Ultraleicht von Stefan Dapprich, die deutschsprachige Einstiegsdroge für Typen wie dich und mich die keine Lust mehr haben unnötigen Ballast durch die Gegend zu schleppen, ist 2009 in der 3. Ausgabe erschinen und steht wahrscheinlich in den Buchregalen der meisten Ultraleicht-Wanderer. Das kleine Büchlein hat 152 Seiten und ist mittlerweile durchgehend farbig bebildert. Inhaltlich unterscheidet es sich zur 2. Ausgabe nur in Kleinigkeiten, so sind z. B. die Produktbeispiele aktualisiert und einige Texte leicht verändert.

Trekking Ultraleicht


Inhalt


Jetzt auch farbig


Naja, schon lange nicht mehr zu bekommen, aber es sind halt Klassiker...



Für mich DAS Buch zum Thema, mal von Beyond Backpacking abgesehen, und ein toller Einstieg ins Leichtwandern. Und weil ich der Meinung bin jeder sollte es haben, hat mir der Conrad Stein Verlag 3 Exemplare zur Verfügung gestellt, die ich unter den Lesern meines Blogs nach dem Lighthiker-Prinzip verlosen werde. Und so gehts:
  1. Kommentar und eure E-Mail hinterlassen,
  2. mich am 21.8.2009 den Gewinner ermitteln lassen und
  3. solltest Du zu den glücklichen Gewinnern gehören, mir das Porto für das Buch per Briefmarken, frankiertem Rückumschlag oder PayPal zukommen lassen
  4. kurze Zeit später dein nagelneues Exemplar von Trekking Ultraleicht in den Händen zu halten

Natürlich sind alle Rechtswege vollkommen ausgeschlossen und ich wünsche euch viel Spaß beim Mitmachen.

How To Get Out in the Woods (and Survive the Bears!)

Wie das Rausgehen geht weiß Nicholas Kristof von der NY Times. In seinem kurzen Artikel gibt er Ratschläge auch für Ultralite backpackers (who can’t agree on whether it should be spelled “ultralight” or “ultralite”). Via Brett on stuff...

Manchmal ist länger doch besser...

Scarp 1 von Tarptent.com Henry von tarptent.com hat dieses Jahr das Scarp 1 auf den Markt geschmissen, ein tolles und zudem leichtes Doppelwandzelt mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Einziges Manko, gerade der englischen User auf BPL.com, war das doch recht hoch geschnittene Außenzelt. Wohl zu Gunsten der Belüftung so konstruiert, konnte es (auch/gerade) im Land des schlechten Wetters nicht so richtig überzeugen. Umso erfreulicher ist es, dass Henry jetzt wohl doch eine Version mit tieferem Schnitt anbieten wird (via Backpackbrewer).

Ich hoffe ja, dass Selbiges auch für das Moment eintritt, denn das hoch geschnittene Überzelt findet sich, zumindest sieht es auf den Bildern so aus, auch dort wieder.
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