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2139 Gramm - Wandern Extreme Ultralight

Beim ultraleichten Wandern gibt es unterschiedliche Kategorien:
10 - 20 amerikanische Pfund: Light
5 - 10 amerikanische Pfund: UltraLight
unter 5 amerikanischen Pfund: Super UltraLight BPW
unter 5 amerikanischen Pfund: Xtreme UltraLight FSO-BW

Für die beiden Letzten gilt...
BPW: nur die im Rucksack befindliche Ausrüstung ohne Lebensmittel, Brennstoff, Wasser sowie getragene Kleidung und Ausrüstung -> Base Pack Weight
FSO-BW: die komplette Ausrüstung (auch die getragene) ohne Lebensmittel, Wasser und Brennstoff -> Full Skin Out Base Weight

Diese Einteilung ist keine "amtliche" Definition, hat sich aber als Quasistandard in der UL-Szene eingebürgert. Und wer dabei ist sein Rucksackgewicht zu verringern, dem wird aufgefallen sein, dass irgendwann keine großen Verbesserungen mehr möglich scheinen. Der leichteste Schlafsack ist gekauft, das Zelt gegen ein Tarp ausgetauscht und gekocht wird in einer Bierdose. Ultraleichtes Wandern ist irgendwie auch immer ein kleiner Wettbewerb (wer hat den leichtesten/kleinsten Rucksack), was die Sache sehr spannend macht.

Und wie weit man das Spiel mit dem Gewicht treiben kann, hat der Laufbursche wieder einmal gezeigt. Unter Anderem auf ODS hat er eine Packliste veröffentlicht, die in die Kategorie XUL FSO-BW fällt: 2139 Gramm für Alles außer Lebensmittel, Brennstoff und Wasser. Damit dürfte er der erste Deutsche sein der zeigt, dass man mit so stark reduziertem Rucksackgewicht trotzdem, oder gerade deshalb, noch eine schöne Tour haben kann.

Natürlich braucht es ein wenig Übung um mit so leichter Ausrüstung umgehen zu können, doch ich denke das ist jedem klar (soll heißen: Hey kids, don't try that at home :D).

Und wo wir gerade dabei sind möchte ich nochmal meine Korsika-Tour erwähnen, die ich mit etwas unter 2900 Gramm absolviert habe ;) Das zeigt ganz deutlich, dass UL nicht nur für Schönwettertouren geeignet ist.

Ich gratuliere und wünsche viel Spaß beim Lesen und Lernen...


Info
Eine tolle Quelle hierzu ist Adventure Alan

Korsika ultraleicht - Il buono, il brutto, il cattivo

Korsika (Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5) war super und mit etwa 2839 Gramm Ausrüstungsgewicht eine ziemlich leichte Tour. Mittlerweile ist alles wieder getrocknet und im Schrank verstaut, und ich widme mich gerne einem kleinen Geartalk.
Einige Dinge haben super funktioniert, andere Dinge wiederum nicht und Einige wiederum wurden gar nicht erst benötigt. Dass bei knapp 3 Kilo noch Überflüssiges dabei sein wird, hätte ich übrigens auch nicht gedacht ;) Beginnen wir mit den großen Drei...

UL-Treffen in Köln

Letztes Wochenende gings nach Köln zum Laufburschen, und alle waren sie dort. Es wurde gegeart, gefeiert, gegrabbelt und ausgetauscht - wie es sich eben für richtige Orgien gehört. Nebenher gabs noch einen runden Geburtstag zu feiern (Allet Jute an dieser Stelle nochmal, Nitro :D) und einige konnten neue Rucksäcke oder Shelter entgegennehmen, was ebenfalls mit einem gemütlichen Feuer am Rhein befeiert werden mußte. Alles in Allem wars ein tolles Nerd-Wochenende, und ich freue mich schon auf die kommende Forumstour...

Apropos, mein 20 Liter-Setup hat sich bestens bewährt. Ich habe schön muggelig geschlafen und konnte frostfrei am Feuer sitzen ;)

Nerds in Action (Bild: hrxxlight.com)...
HL: Marcel, Lighthiker, Basti+, Ich, Pico, Quasinitro, Tom+, Fliegengewicht, Daune
VL: HrXXL, Laufbursche+, Tati und Ronja, Norweger und Ben, Rio


Pico und Tati glänzen mit einem MYOG-Laufbursche-Kuchen


Geartalk deluxe


Ultraleichte Unterkünfte
Laufbursche Shelter von Norweger


ZPacks Hexamid von HrXXL


Golite Poncho Shelter mit Regen-Extension von mir


Six Moon Designs Lunar Solo von Nitro


Gossamer Gear The One von Lighthiker


Tarp von Rio


Tarp von Fliegengewicht


Laufbursche Shelter von Tom


Laufbursche Cuben Tarp von Daune


Laufbursche Cuben Shelter von Laufbursche (links) und Pico (rechts)


Rhein in Flammen


Norweger und ich braten als Mitternachtssnack noch auf Fingerfood gedrehte Thüringer Würstchen vom Nitro (seeeeehr lecker!)


UL Kocher



Abreise


Eine Showeinlage der "Dancing Paclite Boys" (Bild: hrxxlight.com)


... mit Video (by Fliegengewicht)


Wieviel Personen passen in einen Laufburschen Tanzpalast? (hrxxlight.com)


Weitere Nerd-Postings vom Wochenende gibts...
... in Gedichtform bei Rio
... mit vielen Bildern bei Ben
... und natürlich auf Trekking Ultraleicht

Der Laufbursche Pack - oder die Sache mit den Galliern

In der Outdoorszene gehts ein wenig zu wie bei den Römern, denn eigentlich sind die Claims klar abgesteckt und nur wenige UL-Gallier leisten dem Tatzenimperium beständig widerstand. Das ist überhaupt das Schöne am UL-Wandern, denn einen Großteil der Ausrüstung kann man sich einfach selber herstellen... wenn man kann! Ich kann nur bedingt und greife daher gerne auf Gegenstände aus persönlicher Kleinproduktion zurück. Da wären die Mukluks von Jonas, der Gnat von Dustin, ein Bivy von Titanium Goat, das Tarptent von Henry, MYOG Kocher und Zeltnägel von mir oder Rucksack und Shelter von Laufbursche. Moment mal, Laufbursche? Das ist doch dieser User bei Trekking Ultraleicht der angeblich Rucksäcke selber baut - quasi der Yeti der Outdoor-Garagenfirmen; jeder kennt ihn aber niemand hat ihn je gesehen!? Ausrüstungsgegenstände wie Ufosichtungen - we want to belive...!

Nun, ich ich bin seit über einem Jahr im Besitz diverser Laufbursche-Prototypen und zu meinen absoluten Lieblingen gehören seine Rucksäcke! Durchdacht, super verarbeitet und saubequem... und ja, sie sind auch leicht. Sehr leicht sogar, denn für runde 300 Gramm bekommt man einen vollausgestatteten Rucksack mit guten 45 Litern und, da muß ich dem Hendrik zustimmen, dem "most innovative lid I have seen thus far"!

Meine beiden Laufbursche Rucksäcke haben mich schon überall hin begleitet und egal ob Harz oder Harzangervidda, ob Emsland oder Norwegen, ob Einkaufen oder Wandern, ob Wochenende oder Wochen - bisher haben sie einfach alles mitgemacht und wußten stets zu überzeugen.

Wir warten also gespannt auf das schlußendliche Release, das Grand Opening der Kölner UL-Manufaktur Laufbursche. Den Moment, in dem diese wundervoll-innovativen Produkte den Prototyp-Status verlassen und alle UL-Wanderer glücklich machen werden. Wir sind nicht nur Papst und Deutschland... Wir sind Laufbursche! Wir lieben nicht nur Lebensmittel, wir lieben seine Rucksäcke!

Und wo ich mich gerade aus vollster Überzeugung so in Rage geschrieben habe, hier ein paar Bilder der beiden Süßen - quasi zum Cool-Down.

Der Laufbursche Pack im Winter in der norwegischen Hardangervidda...


... und im Harz

... in der norwegischen Rondane in schwerer Gesellschaft

... beim Sonnenbaden

... gepackt für einen Wochenendausflug

... während eines Wochenendeausfluges im Hoyandertal

... und noch ein Wochenendausflug


... gepackt für den Harz

... Alt und Neu unterwegs


... im Emsland

Er ist wie jeder andere gestellose UL-Rucksack einfach zu bepacken: die zusammengerollte Matte bildet den Rahmen und von leicht nach schwer wird er von unten nach oben bepackt. Dinge, an die man schnell heran muß, finden in den geräumigen Netzaußentaschen Platz

Mit den M's im Harz

Zur Entspannung gings am Wochenende kurz in den Harz - die beiden M's wollten mal eine richtig schöne Landschaft sehen :D und ich brauchte dringend einen Tapetenwechsel. Also fix den Laufbursche-Rucksack gepackt und ab gen Süden. Die Wettervorhersage verspricht Temperaturen um den Gefrierpunkt und lecker Wind - es sollte also spannend werden.

Abends gings von Altenau aus zur "Wilden Sau", in welcher wir es uns bequem machten. Die Nacht war frisch und windig, aber das saugeile Pesto der M's ließ uns das schnell vergessen



Über die Wolfswarte (hier das obligatorische Gipfelfoto)...



... gings direkt auf den Brocken, welcher mit Schnee, Eis und viel Wind auf uns wartete





Nach einer kurzen Erfrischung gings weiter über den Hirtenpfad...







... zur Heinrich-Heine-Hütte, den Laufbursche-Rucksack sowie den in die Infinity-Jacke eingewickelten Hund auftauen, und zur nächsten Runde Pesto einläuten :D





Über den kleinen Brocken und die sehr empfehlenswerte Eckerquerung gings zum Skidenkmal, wo wir irgendwie schon um kurz nach 18 Uhr eingeschlafen sind. Nach einer ruhigen und warmen Nacht...



... führte uns der Weg über Torfhaus nach Altenau, wo wir uns dann am Sonntag gegen Mittag voneinander verabschiedeten.







Kurz zur Ausrüstung
Insgesamt hatte ich so etwa drei Kilo im Rucksack zzgl. 1000g Lebensmitteln und Wasser. Gewogen hat vor Allem der WM Apache (ich wollte es gerne schön kuschelig haben) und das Vaude Scutum UL, welches ich eigentlich aufbauen wollte, aber nicht aufgebaut habe.

Gut bewährt hat sich die Kombi Merinoleggins und Paclite-Pants. Mir war stets warm, ich habe nicht geschwitzt und Wind sowie Wasser durften draußen bleiben.

Begeistert bin ich von den Inov-8 Roclite 390 GTX Para Extreme. Ich habe sie wirklich nicht geschont, und am Sonntag hatte ich nicht mal schweißfeuchte Füße. Ein ausführlicher Review hierzu kommt bestimmt.



So, und nun gehts zum http://www.eoft.eu/

Stille Nacht?

Moin. In letzter Zeit isses recht still um dieses Blog geworden - ich habe ziemlich viel zu tun, und die Dinge mit der Aufschrift "zu erledigen" werden irgendwie nicht weniger. Aber wie sagt Steve Jobs so schön, "there is one more thing"... Wobei, eigentlich sind es mehrere Dinge die ich in Vorbereitung habe.

Zelt
Die Firma Vaude hat mir freundlicherweise einen Prototypen des Scutum Ultralight/Power Lizard zur Verfügung gestellt, und nach etwa 25 Nächten in dem Zelt gibts ein spannendes Review (fast fertig)

Licht
Vom Flashlightshop habe ich testweise die Stirnlampe Fenix HP10 hier. Sie soll mir auf der geplanten Forumswintertour als Lichtquelle dienen. Auch sie hat bisher einige Betriebsstunden - u.A. angeschaltet in der Gefriertruhe - hinter sich, und ich möchte sie nicht mehr missen. Der Laufbursche macht aus der HP10 übrigens ein TYOG-Projekt, mehr dazu aber später. (auch fast fertig)

Wintertortour
Für die geplante Wintertour zu Hendrik nach Finnland entsteht gerade eine Ausrüstungsliste, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Ich werde wohl die 4 Kilo vom Laufburschen nicht unterbieten können, trotzdem wirds interessant. (naja, noch nicht so fertig)

Wahnsinn
Und natürlich gibts jede Menge allgemeinen UL-Wahnsinn zu berichten - es bleibt also auch weiterhin spannend wenn es heißt: Q bloggt... ;)

Rondane - Materialkritik

Nach einem doch recht ausführlichen Reisebericht soll hier noch eine kurze Materialkritik folgen. Der Trip nach Norwegen wurde recht kurzfristig beschlossen, dementsprechend wenig Zeit hatte ich für eine ausgetüftelte Packliste. Ich habe mich vorwiegend an dem Longterm Forecast auf yr.no orientiert und mit Temperaturen bis -5 Grad und feucht-windigem Wetter geplant. Meine erste Packliste habe ich leicht modifiziert, nachdem mein Reisepartner dann doch kurzfristig abgesagt hat und aus der Tour eine Solotour wird.

Folgende Gewichte sinds dann geworden:
am Körper: 3.249 Gramm
Ausrüstung: 3.466 Gramm
Verbrauch: 3.660 Gramm
Rucksack A + V: 7.126 Gramm

Hier die endgültige Packliste

Tragen
Der neue Laufbursche-Pack hat sich super geschlagen. Lediglich etwas größer hätte er sein können. Die 45 Liter waren ein wenig knapp.
Das Silnylon hat den Inhalt auch ohne Packliner stets trocken gehalten und ich freue mich auf die nächste Tour mit ihm.

Schlafen
Die Schlafkombi aus Q300, Light Plus, allen Klamotten und Bivy hat dicke ausgereicht. Trotz Temperaturen von gut unter Null habe ich alle Nächte bestens geschlafen. Lediglich fürs gemeinsame abendliche Beisammensitzen hätte es ein wärmerer Sack sein können, aber wer konnte ahnen, dass es dann doch keine Solotour wird ;)

Der Laufbursche-Shelter hat sich, zur Überraschung aller, hervorrgend geschlagen. Mit Steinen beschwert stand es auch in heftigem Wind zuverlässig und hat mir wirklich treue Dienste geleistet. Es hätte kleiner sein können, aber das kommt sicher noch.

Über Pack und Shelter berichte ich aber noch gesondert.

Klamotten
Die Auswahl der Klamotten war genau richtig. Hätte ich allerdings gewußt, dass ich abends noch zum gemütlichen Beisammensitzen eingeladen werde, hätts noch die Klättermusen Liv gegeben.
Regenklamotten und Schuhe habe ich ne Nummer robuster gewählt, um Solo ein wenig sicherer unterwegs zu sein. War auch gut so und würde ich das nächste Mal erneut so machen.

Essen und Küche
Das Drytech-Zeugs ist der Hammer!! Selbst Marc und Marcel waren begeistert, und die hatten anbetungswürdiges Pesto dabei! Für mich gibts nur noch Drytech und Pesto mit Couscous, zumindest was die Hauptmahlzeiten angeht. Ansonsten muß ich lernen weniger einzupacken, ich esse es ja doch nicht...
Wassertechnisch muss ich das nächste Mal auf zwei 1 Liter-Platys umsteigen. Der 2 Liter-Beutel ist nicht flexibel und sicher genug.
Küche und Zündstein haben sich wieder gut gemacht und können so bleiben.

Sonstiges
Die Batterien des Garmin haben bei dieser Witterung natürlich nur bedingt gehalten - nach 6 Stunden war der Satz leer. Mal davon abgesehen, dass ich es nur mitgenommen habe um die Tour aufzuzeichen, muß hier die Energiefrage geklärt werden.
Die Kamera hatte ich in einem kleinen Exped-Rollverschluß-Beutel und da wird sie auch für die kommenden Touren untergebracht werden.
Es muß eine wetterfeste Kartentsche her, die Zip-Beutel reichen mir nicht.

Fazit
Mein Ausrüstungskonzept ging gut auf, bietet allerdings keine Reserven. Nachts hätte es mit der Q300-Klamotten-Kombi noch bis -10 Grad runtergehen können, aber dann wäre endgültig Schluß gewesen. Die Nacht in der Nothütte war schon frostig (zogs da doch wie Hechtsuppe!). Gemütlichkeit und Sicherheit verlangen hier bei Touren in entlegenere Gegenden als das Rondane ein Sicherheitspolster.

Anders schaut es auf der Seite der persönlichen Fähigkeiten aus. Ich habe deutlich gemerkt, dass es mir an Bergerfahrung fehlt - hier muß also etwas getan werden. Ebenso läßt die körperliche Fitness etwas zu wünschen übrige. Vortrieb ist eben keine "mechanische Arbeit nach oben". Mal sehen wo der nächste Stepper steht, Halbmarathon hin oder her...

Ansonsten alles Tutti und ich plane schonmal für Jotunheimen ;)

Der Laufbursche Shelter - ein Tanzpalast für zwei

Zurzeit gibts hier nicht besonders viel Neues. Das liegt zum einen an meinem Schreibtisch auf dem sich die Arbeit stapelt, zum anderen an einer doppelten Wurzelbehandlung. Doch weil die Woche nicht ohne Neuigkeiten bleiben soll, war ich kurz im Garten und habe das Ding 2 für einen kurzen Review aufgebaut ;)

Der Laufbursche Shelter - Platz für zwei mit Gepäck und äußerst variabel aufzubauen


Okay, ich hatte keine Zeit und es steht nicht perfekt (sorry M.), aber für einen ersten Eindruck reicht es allemal


Ja, das winzige Ding ist eine komplette Z-Lite. Im Shelter ist wirklich massig Platz für zwei Personen und Gepäck


Und sogar an eine Aufhängmöglichkeit für eine Wäscheleine oder Material wurde gedacht


Der Shelter ist komplett aus SilNylon gefertigt und laufburschetypisch sehr sauber und überlegt konstruiert sowie verarbeitet. Neuralgische Punkte sind natürlich gedoppelt und entsprechend vernäht. Als Besonderheit läßt er sich als Shelter aufbauen - die Seiten bis auf den Boden abgespannt und die Beaks tief heruntergezogen - oder als "Tarp". Für welche Aufbauart man sich auch entscheidet, es ist groß genug um nicht nass zu werden, sollte es einmal richtig gießen.

An beiden Seiten sind Verstärkungen angebracht, mit denen sich das Shelter über ein Paar zusätzlicher Stöcke seitlich abspannen läßt. Mit einer ähnlichen Konstruktion wartet auch das SilShelter auf und steht in stärkstem Wind sehr stabil. Überhaupt hat M. beim Laufbursche Shelter zahlreiche Abspannmöglichkeiten vorgesehen, so dass es sich immer dem Wetter entsprechend aufbauen läßt.

Ein paar Daten
Länge: ca. 250 cm innen von Stock zu Stock
Tiefe des Beaks vorne: ca. 55 cm
Tiefe des Beaks hinten: ca. 35 cm
Breite vorne: ca. 200 cm
Breite hinten: ca. 130 cm
Höhe: ca. 115 cm beim Aufbau als Shelter
Gewicht: 527 Gramm inkl. Schnüre und Cubenpacksack

Ich versuche die Woche noch ein paar Bilder von beiden Aufbauarten zu machen und es auch der perfekten Umsetzung entsprechend besser aufzubauen. Auf jedenfall freue ich mich darauf es die kommenden drei Wochen einzusetzen und sehe so auch schlechtem Wetter ziemlich entspannt entgegen.

E1 - Gedanken zur Packliste

Bald startet mein kleines E1-Abenteuer, und es wird Zeit sich über eine passende Packliste Gedanken zu machen. Der E1 ist ja kein "grenzwärtiger" Wanderweg, daher bleibt genug Luft für Experimente. Schauen wir mal...

Die "Big Three"
Laufbursche Pack 248 Gramm
Laufbursche Shelter für mich und den Hund 527 Gramm (komplett im Beutel)
Warmth Unlimited Q 300 554 Gramm

(Zusatz-)Kleidung
Infinity Light als Isojacke 356 Gramm
DriDucks Jacke und Hose 258 Gramm
Ersatzshorts und -socken 126 Gramm

Küche
UL-Küche für eine Person inkl. Fläschchen für 660 ml Spiritus 132 Gramm

An Lebensmitteln kommt nicht sonderlich viel mit. Da ich mich überwiegend in stark besiedeltem Gebiet bewege kann jederzeit nachgekauft werden. Ich vermute mal ich werde etwa 1000 Gramm an Lebensmitteln im Rucksack haben.

Das Bekleidungskonzept sieht, mal abgesehen von Socken und Shorts, keinen Bekleidungswechsel vor. Muss die Kleidung gewaschen werden, ziehe ich die DriDucks an ;) Die Infinity dient als Isoschicht für abends, und wird tagsüber wohl nicht getragen werden - mein Merinooberteil in Kombination mit dem Smock reicht hier für gewöhnlich. Nachts gibts Merino und Shorts, notfalls noch die DriDucks-Hose.

Das Küchenmaterial sieht eigentlich nur das Erwärmen von Wasser vor, was auch okay ist. Ich esse und koche zwar gerne und häufig, kann aber on Tour problemlos drauf verzichten und Tütenkram essen. Ergänzt durch frisches Obst sowie Brot und Käse wirds dann auch nicht zu eintönig. Die 660 ml Spiritus reichen hoffentlich für die ganzen drei Wochen.

Der Schlafsack reichte bisher "locker" für Temperaturen bis an den Gefrierpunkt. Aufgepeppt mit Mütze und Bivy dürfte es eigentlich nicht allzu knapp werden. Die Light Plus ist zwar dünn, reicht mir aber durchaus - ich schlafe gerne und gut auf hartem Untergrund.
Gespannt bin ich auf das Laufbursche Shelter, welches ich hier vorher auch noch kurz vorstellen werde. Es ist ein wenig groß, bietet aber bei jedem Wetter genug Platz für den Hund, das Gepäck und... achja, mich.

Nur beim Mobiltelefon bin ich mir noch nicht sicher, ob ein Ladegerät mit muß. Der Akku ist nicht der langlebigste, aber eigentlich will ich es auch nicht großartig nutzen. Wir werden sehen...

Unterm Strich sind es zurzeit runde 3000 Gramm zzgl. Verbrauch, und ich bin durchaus zufrieden - zumal ich weiß, dass die Liste für mich gut funktioniert.

Habt ihr noch Vorschläge oder Anmerkungen? Immer her damit.

Achja, eine komplette Packliste gibts auch.

Der neue Laufbursche-Pack

Ich hatte es ja schon angekündigt, es gibt etwas Neues aus dem Hause Laufbursche. Für meine E1-Tour kam diese Woche der aktuelle Prototyp des Laufbursche-Packs an (an dieser Stelle schreibt man neudeutsch wohl *freu*). Recht praktisch, konnte er doch gleich mit in den Harz. Hier nun ein kurzer Review, ausführlicher wirds nach der E1-Tour.

Kurz vorweg: Ich bin begeistert! Nicht nur weil einfach alles an ihm stimmt oder er eben kein Industrieprodukt ist, sondern weil ich die Entwicklung selber miterlebt habe und weiß, wieviel Arbeit und in ihm steckt.

Aber zurück zum Pack. Im Vergleich zu dem Prototypen den ich schon seit einiger Zeit habe, hat sich beim Neuen eine ganze Menge getan:
- andere Materialien
- eine neue Ergonomie
- ein vollkommen neues, aber simples Verschlußsystem
- ein neues Schnittdesign

Nachdem der Erlkönig des aktuellen Prototypens...


... auf der Outdoor stellenweise für Aufregung sorgte...


... gibts jetzt den aktuellen Laufbursche-Rucksack ganz offiziell als Fast fertiges "Vorserienmodell" ;)


Optimal die hohen Netz-Seitentaschen und das wirkungsvolle Kompressionssystem


Eine große Netztasche gibts auch vorne. Schön zu sehen ist hier der Verschluß


Die ergonomisch angesetzten Schultergurte passen (mir) hervorragend und ermöglichen ein ermüdungsfreies Tragen. Der breite Hüftgurt überträgt das Gewicht direkt und bequem.


Über die riesige Öffnung läßt er sich gut bepacken


Lastkontrolle am Schultergurt


Der alte und der neue Prototyp im Harz


Ich hatte ihn dieses Wochenende mit im Harz. Um zu sehen was er kann, habe ich ihn zusätzlich zu den runden 3,5 Kilo Gepäck und Verbrauch mit etwa 3 Kilo Zusatzgewicht beladen - er trug sich definitiv bequemer als der Jam2. Auch die gelegentlichen Schauer hat er einwandfrei weggesteckt, innen war er knochentrocken. Dieses liegt sicher zum einen an dem verwendeten Silnylon, welches einfach dicht ist. Zum anderen an der Konstruktion des Verschlusses, welcher, anders als die gebräuchlichen Zuzieh- und Wickelverschlüsse, wirklich dauerhaft wasserdicht ist.

Für die 248 Gramm die der Rucksack wiegt, bekommt man einen durchdachten UL-Rucksack. Er sitzt perfekt auf den Schultern, läßt sich gut bepacken, ist wasserdicht und sieht zudem auch noch wirklich gut aus. Ich freue mich schon auf die E1-Tour, wird der Laufbursche-Pack mir sicher ein treuer Begleiter sein.
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