Korsika (Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5) war super und mit etwa 2839 Gramm Ausrüstungsgewicht eine ziemlich leichte Tour. Mittlerweile ist alles wieder getrocknet und im Schrank verstaut, und ich widme mich gerne einem kleinen Geartalk.
Einige Dinge haben super funktioniert, andere Dinge wiederum nicht und Einige wiederum wurden gar nicht erst benötigt. Dass bei knapp 3 Kilo noch Überflüssiges dabei sein wird, hätte ich übrigens auch nicht gedacht ;) Beginnen wir mit den großen Drei...
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Wintersetup: Bekleidung
Der Winter steht vor der Tür und es zieht mich nach draußen. Da stellt sich doch die Frage: was ziehe ich an (ich hab' ja nix :D)? Anders als im Sommer, wo unpassende Kleidung lediglich unangenehm ist, kann sie im Winter durchaus fatale Folgen haben. Ist die Isolation zu gering oder wird sie feucht, oder ist die Kleidung zu empfindlich und schon die geringste Belastung beeinträchtigt ihre Funktion, wirds frisch - und wie las ich auf ODS: Wer friert verliert!
Was also muss Bekleidung im Winter leisten? Sie muss...
Bewährt hat sich auch hier das Zwiebelsystem, also der Kleidungsaufbau in Funktionsschichten:
Ultraleichtes Winterwandern sieht also gar nicht so anders aus wie nichtultraleichtes Winterwandern, Gewicht läßt sich hier lediglich einsparen durch Multiple Use (also mehrfaches Verwenden der mitgenommenen Bekleidungsteile) sowie besonders leichte Bekleidung.
Mein Wintersetup für Temperaturen bis ca. -25 Grad sieht folgendermaßen aus:
1. Schicht
Oben: langärmliges Kunstfaserhemd, welches Feuchtigkeit gut weiterleitet; langärmliges Merinooberteil mit hohem Kragen und etwa 280 g/m2
Unten: 3/4 Merinoleggins mit etwa 180 g/m2
Kopf: optional eine dünne Merinosturmhaube
Hände: dünne Linerhandschuhe aus Merinowolle
Füße: leichte Merino-Kunstfaserliner; darüber VBL-Socken
2. Schicht
Oben: 100er Fleece mit hohem Kragen; optional eine Kunstfaserjacke
Unten: lange Merinoleggins mit 200 g/m2 und Kunstfaserinnenfutter (Woolpower Longjohn)
Kopf: windabweisende dicke Sturmhaube
Hände: winddichte dicke Fingerhandschuhe
Füße: dicke Merinosocken mit etwa 600 g/m2
3. Schicht
Oben: winddichter Softshellpulli oder eine Windjacke
Unten: winddichte Bergans Rask Pants
Kopf: dicke winddichte Mütze
Füße: gefütterte Winterstiefel und Garmaschen
4. Schicht für Pausen und Camp
Oben: eine wirklich dicke Daunenjacke
Unten: eine gefütterte Wärmehose
Hände: dicke gefütterte Fäustlinge
Wichtig ist, wichtige Bekleidungsteile redundant vorzuhalten. So gibt es keine Probleme, wenn unterwegs ein Paar Handschuhe verlorengeht oder die Mütze im Sturm davonfliegt. Auch habe ich für Nachts ein Paar dicke Wollsocken in 600er Qualität dabei - Daunenschuhe verrichten hier auch einen guten Job - sowie eine lange Fleecehose. In die Schuhe habe ich dicke Wollfilzsohlen eingelegt, die eventuelle Feuchtigkeit gut aufnehmen und eine gute Wärmeisolation gegen Bodenkälte bieten. Für die Augen trage ich eine Skibrille mit entsprechendem UV-Schutz.
Die einzelnen Schichten können natürlich, je nach Einsatzzweck, variiert werden - mal braucht man eine dicke Leggins, mal nicht, mal reicht ein Windbreaker, mal muss es etwas wärmeres sein.
Generell gilt: Daune ist bei besserer Isofähigkeit wesentlich leichter als Kunstfaser, allerdings auch empfindlicher. Leichte Materialien empfindlicher als schwerere. Viele "Garagenfirmen" sowie als auch Globalplayer bieten ein breites Angebot an Winterbekleidung an, aber auch im MYOG-Bereich ist einiges Möglich, wie unser Wintertreffen im Harz gezeigt hat.
Viel Spaß auf deiner Wintertour und denk' dran: wer friert verliert... ;)
Was also muss Bekleidung im Winter leisten? Sie muss...
- Feuchtigkeit optimal vom Körper wegleiten
- winddicht sein, um ein Auskühlen des Körpers durch Windchill zu verhindern
- eine ausreichende Isoschicht bieten, die in Pausen und im Camp erweitert werden kann
- die Extremitäten besonders schützen
- ausreichend stabil sein
Bewährt hat sich auch hier das Zwiebelsystem, also der Kleidungsaufbau in Funktionsschichten:
- 1. Schicht: Trockenhalten und Basiswärme
- 2. Schicht: Vollwertige Isolationsschicht
- 3. Schicht: Schutz vor äußeren Witterungseinflüssen
Ultraleichtes Winterwandern sieht also gar nicht so anders aus wie nichtultraleichtes Winterwandern, Gewicht läßt sich hier lediglich einsparen durch Multiple Use (also mehrfaches Verwenden der mitgenommenen Bekleidungsteile) sowie besonders leichte Bekleidung.
Mein Wintersetup für Temperaturen bis ca. -25 Grad sieht folgendermaßen aus:
1. Schicht
Oben: langärmliges Kunstfaserhemd, welches Feuchtigkeit gut weiterleitet; langärmliges Merinooberteil mit hohem Kragen und etwa 280 g/m2
Unten: 3/4 Merinoleggins mit etwa 180 g/m2
Kopf: optional eine dünne Merinosturmhaube
Hände: dünne Linerhandschuhe aus Merinowolle
Füße: leichte Merino-Kunstfaserliner; darüber VBL-Socken
2. Schicht
Oben: 100er Fleece mit hohem Kragen; optional eine Kunstfaserjacke
Unten: lange Merinoleggins mit 200 g/m2 und Kunstfaserinnenfutter (Woolpower Longjohn)
Kopf: windabweisende dicke Sturmhaube
Hände: winddichte dicke Fingerhandschuhe
Füße: dicke Merinosocken mit etwa 600 g/m2
3. Schicht
Oben: winddichter Softshellpulli oder eine Windjacke
Unten: winddichte Bergans Rask Pants
Kopf: dicke winddichte Mütze
Füße: gefütterte Winterstiefel und Garmaschen
4. Schicht für Pausen und Camp
Oben: eine wirklich dicke Daunenjacke
Unten: eine gefütterte Wärmehose
Hände: dicke gefütterte Fäustlinge
Wichtig ist, wichtige Bekleidungsteile redundant vorzuhalten. So gibt es keine Probleme, wenn unterwegs ein Paar Handschuhe verlorengeht oder die Mütze im Sturm davonfliegt. Auch habe ich für Nachts ein Paar dicke Wollsocken in 600er Qualität dabei - Daunenschuhe verrichten hier auch einen guten Job - sowie eine lange Fleecehose. In die Schuhe habe ich dicke Wollfilzsohlen eingelegt, die eventuelle Feuchtigkeit gut aufnehmen und eine gute Wärmeisolation gegen Bodenkälte bieten. Für die Augen trage ich eine Skibrille mit entsprechendem UV-Schutz.
Die einzelnen Schichten können natürlich, je nach Einsatzzweck, variiert werden - mal braucht man eine dicke Leggins, mal nicht, mal reicht ein Windbreaker, mal muss es etwas wärmeres sein.
Generell gilt: Daune ist bei besserer Isofähigkeit wesentlich leichter als Kunstfaser, allerdings auch empfindlicher. Leichte Materialien empfindlicher als schwerere. Viele "Garagenfirmen" sowie als auch Globalplayer bieten ein breites Angebot an Winterbekleidung an, aber auch im MYOG-Bereich ist einiges Möglich, wie unser Wintertreffen im Harz gezeigt hat.
Viel Spaß auf deiner Wintertour und denk' dran: wer friert verliert... ;)
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Kein Stinktier dank Merino
Wie viele andere UL-Wanderer auch, versuche ich nur das Notwendigste mit auf Tour zu nehmen. Das geht bei den meisten Dingen meist problemlos, setzt aber ein durchdachtes Bekleidungskonzept voraus. In Kunstfaserklamotten fängt jeder meist früher als später an furchtbar zu stinken, und ein Mehr an Klamotten widerspricht dem UL-Ansatz. Was also machen, damit man nicht schon Kilometer gegen den Wind gerochen wird? Die Lösung heißt "Merinowolle", resp. Bekleidung aus Merinowolle.
Merinowolle...
... ist ein Naturprodukt
... hält warm
... hält kühl
... erscheint trocken auch wenn sie nass ist
... riecht überhaupt nicht
... hat eine natürliche antibakterielle Ausrüstung
... trocknet recht schnell
... ist einfach zu pflegen
... ist leider sauteuer!
Für Norwegen habe ich mir ein Oberteil und eine 3/4-Shorts des Herstellers Icebreaker angeschafft, der sich durch gute Qualität und eine tierfreundliche "Wollgewinnung" auszeichnet. Die beiden Teile kommen aus einer Musterkollektion und sind momentan nicht auf der Icebreaker-Website zu finden.
Das Oberteil ist aus 150er Merinowolle mit langem Arm, hohem Halsabschluss, einem Reissverschluss bis etwa auf Brusthöhe und einer Napoleontasche links. Die Hose ist aus 180er Merinowolle, 3/4 lang und an besonders beanspruchten Stellen mit Merinofunktionseinsätzen versehen. Die 3/4-langen Beine verhindern effektiv den "bösen Wolf", wärmen nachts und sind auch tagsüber nicht zu warm.
Erstaunlich ist aber, dass, obwohl ich Oberteil sowie Hose 8 Tage am Stück getragen habe, nie gerochen haben. Okay, hin und wieder habe ich beide Teile nachts gelüftet, aber nie gewaschen. Das wäre so mit keiner Kunstfaser möglich.
Für mich der ideale Baselayer - leicht, multifunktionell und sehr bequem. Allerdings werde ich auf längeren Touren doch einen leichten Zweit-Baselayer mitnehmen, so dass man die Merinowolle doch mal durchspülen kann ;)
Merinowolle...
... ist ein Naturprodukt
... hält warm
... hält kühl
... erscheint trocken auch wenn sie nass ist
... riecht überhaupt nicht
... hat eine natürliche antibakterielle Ausrüstung
... trocknet recht schnell
... ist einfach zu pflegen
... ist leider sauteuer!
Für Norwegen habe ich mir ein Oberteil und eine 3/4-Shorts des Herstellers Icebreaker angeschafft, der sich durch gute Qualität und eine tierfreundliche "Wollgewinnung" auszeichnet. Die beiden Teile kommen aus einer Musterkollektion und sind momentan nicht auf der Icebreaker-Website zu finden.
Das Oberteil ist aus 150er Merinowolle mit langem Arm, hohem Halsabschluss, einem Reissverschluss bis etwa auf Brusthöhe und einer Napoleontasche links. Die Hose ist aus 180er Merinowolle, 3/4 lang und an besonders beanspruchten Stellen mit Merinofunktionseinsätzen versehen. Die 3/4-langen Beine verhindern effektiv den "bösen Wolf", wärmen nachts und sind auch tagsüber nicht zu warm.
Erstaunlich ist aber, dass, obwohl ich Oberteil sowie Hose 8 Tage am Stück getragen habe, nie gerochen haben. Okay, hin und wieder habe ich beide Teile nachts gelüftet, aber nie gewaschen. Das wäre so mit keiner Kunstfaser möglich.
Für mich der ideale Baselayer - leicht, multifunktionell und sehr bequem. Allerdings werde ich auf längeren Touren doch einen leichten Zweit-Baselayer mitnehmen, so dass man die Merinowolle doch mal durchspülen kann ;)
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So, die Reise ist fast fertig geplant. Am Freitag gehts nochmal nach Hamburg um Karten zu shoppen - ich bin eh dort, sonst täts wohl auch das Internet - und dann kann es auch schon fast losgehen. Stellt sich die Frage: was nehme ich mit?
1. Schlafen
Contrail 725 g
Groundsheet 56 g
12 MYOG Zeltnägel 30 g
Q300 554 g
Ptarmigan Bivy 168 g
Artiach Light Plus 217 g
2. Bekleidung am Körper
Merino Langarm mit Rollkragen 330 g
Merino Shorts 58 g
Merino Socken 64 g
Montane Terra Pants 379 g
Montane Smok 126 g
Inov-8 Roclite Paar 668 g
Buff, Handschuhe, Mütze 118 g
3. Sonstige Bekleidung
Merino Shorts 58 g
Merino Socken 64 g
Merino Kurzarm 114 g
Berghaus Infinity 356 g
Haglöfs OZ 189 g
DriDucks Hose 123 g
evtl. 100er Fleece 239 g
4. Küche
MYOG Cone Alu 31 g
TYOG Tasse 450 ml 51 g
Löffel 16 g
MYOG Dosenkocher 8 g
Es fehlt natürlich der komplette Kleinkram, der dann mit der endgültigen Packliste kommt. Ich befürchte ja ein feucht-frisches Norwegen zu erleben, daher das Contrail mit Groundsheet und den Bivy als zusätzlichen Windschutz für den Schlafsack. Ich denke das reicht für geruhsame Nächte in der Vidda.
Transportieren werde ich es im Laufbursche Pack. Da ich wahrscheinlich für 6-8 Tage Nahrung mitschleppen werde, hoffe ich mal es passt alles rein.
Auch die Trekking-Stock-Frage ist noch nicht geklärt. Ich habe mir die neuen Exped Alpin Lite angesehen und bin positiv überrascht. Eine leichte Alu-Konstruktion mit "neuartigem" Verschluss, gutem Griff und geringem Gewicht (ca. 185 g pro Stock [Herstellerangabe]) machen ihn wirklich zu einer Alternative zum Leki Carbonlite XL.
Mein angestrebtes Rucksackgewicht von unter 4000 g ohne Verbrauch werde ich aber erfreulicherweise "knacken" können. Zurzeit schaut es nach etwa 3500 g aus, Tendenz sinkend - wobei ich natürlich lieber ein wenig mehr einpacke, immerhin will ich mir nicht durch falsche Sparsamkeit den Urlaub ruinieren.
1. Schlafen
Contrail 725 g
Groundsheet 56 g
12 MYOG Zeltnägel 30 g
Q300 554 g
Ptarmigan Bivy 168 g
Artiach Light Plus 217 g
2. Bekleidung am Körper
Merino Langarm mit Rollkragen 330 g
Merino Shorts 58 g
Merino Socken 64 g
Montane Terra Pants 379 g
Montane Smok 126 g
Inov-8 Roclite Paar 668 g
Buff, Handschuhe, Mütze 118 g
3. Sonstige Bekleidung
Merino Shorts 58 g
Merino Socken 64 g
Merino Kurzarm 114 g
Berghaus Infinity 356 g
Haglöfs OZ 189 g
DriDucks Hose 123 g
evtl. 100er Fleece 239 g
4. Küche
MYOG Cone Alu 31 g
TYOG Tasse 450 ml 51 g
Löffel 16 g
MYOG Dosenkocher 8 g
Es fehlt natürlich der komplette Kleinkram, der dann mit der endgültigen Packliste kommt. Ich befürchte ja ein feucht-frisches Norwegen zu erleben, daher das Contrail mit Groundsheet und den Bivy als zusätzlichen Windschutz für den Schlafsack. Ich denke das reicht für geruhsame Nächte in der Vidda.
Transportieren werde ich es im Laufbursche Pack. Da ich wahrscheinlich für 6-8 Tage Nahrung mitschleppen werde, hoffe ich mal es passt alles rein.
Auch die Trekking-Stock-Frage ist noch nicht geklärt. Ich habe mir die neuen Exped Alpin Lite angesehen und bin positiv überrascht. Eine leichte Alu-Konstruktion mit "neuartigem" Verschluss, gutem Griff und geringem Gewicht (ca. 185 g pro Stock [Herstellerangabe]) machen ihn wirklich zu einer Alternative zum Leki Carbonlite XL.
Mein angestrebtes Rucksackgewicht von unter 4000 g ohne Verbrauch werde ich aber erfreulicherweise "knacken" können. Zurzeit schaut es nach etwa 3500 g aus, Tendenz sinkend - wobei ich natürlich lieber ein wenig mehr einpacke, immerhin will ich mir nicht durch falsche Sparsamkeit den Urlaub ruinieren.
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